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Clean Development

Der globale Klimawandel ist der vielleicht wichtigste Einzelfaktor für die zukünftige Entwicklung der Länder des Südens. Danach, wie stark und wie schnell sich das Klima verändert, entscheidet sich möglicherweise am meisten, ob ein Land eine Chance haben wird, Armut wirksam zu bekämpfen.

ASA hat diesen Zusammenhang erkannt und darum die Verhinderung einer zu schnellen und zu starken Erderwärmung als einen wichtigen Schwerpunkt seiner Arbeit auf die eigene Agenda gesetzt. So werden sich die TeilnehmerInnen und Ehrenamtlichen des ASA-Programms innerhalb des 2007er Jahresthemas „Clean Development“ intensiv mit dem Verhältnis von Erderwärmung und Entwicklung auseinandersetzen.

ASA übernimmt Verantwortung

Wir wissen, dass ASA als Entwicklungsorganisation obendrein auch eine ganz besondere Eigenverantwortung hat in Sachen Treibhausgasausstoß. Naturgemäß gibt es nur wenige ASA-Projekte, in die man mit der Bahn reisen könnte. Entwicklungszusammenarbeit und Fliegen gehören darum auch bei ASA untrennbar zusammen. Doch das Flugzeug wird weltweit immer mehr zu einem Hauptklimakiller. Das schafft ein Dilemma, aus dem sich ASA jetzt mit einer neuen Initiative zur CO2-Vermeidung befreit. Langfristig sollen sämtliche ASA-Flüge klimaneutral werden.

Fliegen ist extrem ungerecht. In den letzten 35 Jahren hat sich der weltweite Flugverkehr verfünffacht. Doch nur etwa fünf Prozent aller Menschen sind schon einmal in der Luft gewesen. Und natürlich wohnt die fliegende Minderheit, die auch noch immer häufiger fliegt, hauptsächlich in den Industrieländern. Sie schadet damit vor allem denen, die noch nie geflogen sind und die sich auch noch am wenigsten gegen die Folgen der Erderwärmung wehren können: die Menschen in den Entwicklungsländern.
Nach neuen Untersuchungen im Auftrag der Europäischen Union liegt der Anteil des Flugverkehrs am Treibhauseffekt bereits jetzt bei fast neun Prozent. Eine ASA-Teilnehmerin, die ein Ticket nach Uganda oder Indien bucht, könnte für dieselbe Klimawirkung auch zwei Jahre täglich Auto fahren. Eine Bahnfahrt auf derselben Strecke dagegen wäre fast sechs Mal weniger klimatreibend. Bei durchschnittlicher Auslastung des Flugzeuges übersteigt die Klimawirkung eines Langstreckenfluges die einer Ein-Personen-Autofahrt auf der gleichen Strecke um das dreifache.

Alternativ Text für Bild

Die ASA-Klimainitiative 2005

ASA steuert um

Damit die guten Ergebnisse der ASA-Entwicklungszusammenarbeit in den Ländern des Südens nicht durch die temperaturbedingte Ausbreitung von Malaria, Verwüstung und Überschwemmungen wieder zunichte gemacht werden, hat ASA inzwischen umgesteuert. Inzwischen benutzen die hauptamtlichen MitarbeiterInnen des Programms nur noch dann das Flugzeug, wenn es gar nicht anders geht. Das entlastet manchmal sogar das ASA-Reisebudget. Und seit 2005 versorgt die ASA-Klimaintiative die ASA-StipendiatInnen jetzt mit Informationen, wie sie nach Kasachstan mit dem Zug oder nach Westafrika mit dem Schiff fahren können. Wenn ASAtInnen aber fliegen müssen, dann soll die Klimawirkung minimiert werden. Mittlerweile gibt es eine ganze Reihe von zuverlässigen Organisationen (siehe Links), die so genannte Klimatickets anbieten. Die Wirkung der von mir verursachten Treibhausgase wird dabei durch Umweltprojekte in Ländern des Südens so weit als möglich wieder eingespart. So zahlt man z.B. bei "atmosfair" - einer Initiative von Bundesumweltministerium und Germanwatch - 74,50 Euro für einen Rückflug Berlin-Nairobi. Seit 2005 ermutigt ASA nun seine StipendiatInnen mit einem 50prozentigen Zuschuss zum Kauf eines Klimatickets.
ASA wird damit zum internationalen Vorreiter. Denn derzeit steht klimafreundliches Reisen noch bei zu wenigen Entwicklungsorganisationen auf der Tagesordnung.

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