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Tiefgreifende globale Herausforderungen wie Umweltkrisen, wachsende Armut und soziale Ungleichheit stellen sowohl Wissenschaft und Wirtschaft als auch Politik und Gesellschaft vor große Herausforderungen.
Die sich immer schneller verändernden wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Strukturen führen zu zunehmend komplexen sozialen und ökologischen Problemen, die flexibler und differenzierter Antworten bedürfen. In der Vergangenheit waren sozialstaatliche Einrichtungen häufig nicht in der Lage, innovative oder visionäre Antworten zu bieten. Das neoliberale Denken der 1990er und 2000er Jahre war vom Glauben geprägt, dass unregulierte, ausschließlich monetär incentivierte Märkte zu Wachstum führen, welches der Allgemeinheit zu Gute kommt. Heute wissen wir, dass dies nicht der Fall ist: Das Ergebnis dieses Glaubens ist ein gesteigertes Ungleichgewicht des Wohlstands zwischen den unteren und oberen gesellschaftlichen Schichten sowie der Bevölkerung in nördlichen und südlichen Ländern. Folge dieser negativen Entwicklungen ist eine heftige Vertrauenskrise in unsere marktwirtschaftlichen Strukturen, die weit über die Banken hinausreicht.
Die Zeit ist reif für eine neue Wirtschaftsphilosophie. Was wäre, wenn Unternehmen nicht mehr nur der Maxime der Gewinnmaximierung folgen würden, sondern ihr Ziel die Lösung gesellschaftlicher Probleme mit einem „sozialen Unternehmen“ wäre?

Social Business- ein Instrument zur Armutsbekämpfung und Steigerung der intragenerationellen Gerechtigkeit?
Bestehende Ansätze zeigen, dass diese Vision in die Tat umgesetzt werden kann. Social Business zeigt, wie das Beispiel der Mikrokredite von Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus demonstriert, das soziale und ökologische Ziele, die unternehmerisch angegangen werden, ein hohes Maß an Innovationskraft für eine nachhaltige Entwicklung und die Armutsbeseitigung besitzen.
Nach Muhammad Yunus kann ein Unternehmen als Social Business beschrieben werden, wenn
ASA und Social Business
Das ASA Programm versteht sich als dynamisches Lernprogramm, das gesellschafts- und entwicklungspolitisch interessierte, weltoffene und kritisch nachfragende Menschen ausbildet.
In diesem Sinne findet auch das Thema Social Business seinen Platz. Die Teilnehmenden und Ehemaligen erwerben im Zuge des Jahresthemas Wissen zum Thema, um aktiv an der aktuellen Debatte teilnehmen zu können und diese kritisch zu hinterfragen. Sie erfahren, wie sich das Konzept in der Praxis darstellt und können dieses bei „ASA gründet X“ selbst miterleben und gestalten. "ASA gründet X" ist eine Initiative der AG Social Business, die aus dem Netzwerk heraus die Gründung eines Social Business unterstützen und vorantreiben möchte. Die neue Methode des Gründens und eine wirtschaftliche Perspektive finden somit stärkere Integration in das ASA Programm. Das Netzwerk wird durch neue Ideen in Bewegung gehalten und durch eine weitere Sichtweise für soziale und wirtschaftliche Zusammenhänge ergänzt. Das Konzept Social Business hat ein hohes Potential einerseits zur Armutsbeseitigung beizutragen und andererseits einen gesellschaftlichen Wandel in Richtung wirtschaftlicher Gerechtigkeit anzustoßen.