People who make the difference

Sie befinden sich hier:  ASA aktivThemen bei ASAZivile Konfliktbearbeitung

Frieden fördern - Konflikte lösen

Weltweit hat die Anzahl der bewaffneten Konflikte nach dem Ende des Kalten Krieges zugenommen. Staaten, die ehemals in einem der großen Machtblöcke eingebunden waren, zerfallen. Der Grund ist meist der Zusammenbruch der bipolaren Machstrukturen oder die Entwertung länderübergreifender Ideologien. Die Folge sind oft instabile Staatswesen oder aufflammende Bürgerkriege. Die zivile Konfliktbearbeitung ist deshalb zu einem wichtigen Handlungsfeld der Entwicklungspolitik geworden.

Spätestens seit dem Genozid in Ruanda versucht die internationale Gemeinschaft, sich den global auswirkenden Herausforderungen anzunehmen. Dabei wird verstärkt auf friedliche und alternative Konfliktbearbeitungsmethoden zurückgegriffen. Internationale Mediationsbemühungen sind seit jeher essentielle Bestandteile der Außenpolitik. Neu ist, dass die friedliche Konfliktbearbeitung auch zu einem Handlungsfeld der Entwicklungspolitik geworden ist.

ASA will Frieden stärken

Da Entwicklungszusammenarbeit nicht automatisch den Frieden fördert, sondern Hilfsprogramme vorhandene Konflikte oft noch verstärken können, etablieren sich Methoden der zivilen Konfliktbearbeitung. So genannte Second Track Maßnahmen werden zunehmend als wichtiges Arbeitsfeld der Entwicklungszusammenarbeit angewendet.

Für das ASA-Programm, das seit vielen Jahren mit zivilgesellschaftlichen Organisationen im Norden und im Süden zusammenarbeitet, um Studierenden und jungen Berufstätigen globale Lernerfahrungen zu ermöglichen, ist die zivile Konfliktbearbeitung daher ein wichtiges Projektfeld. Wenn die ASA-Teilnehmer aus ihren dreimonatigen Aufenthalten aus Asien, Afrika, dem Nahen Osten oder Lateinamerika zurückkehren, bringen sie vielfältige Ideen mit. Diese stammen von NGOs, Jugendgruppen und EZ-Organisationen aus den jeweiligen Ländern und werden genutzt, um den Frieden in ihren Gesellschaften zu stärken.

ASA Erfahrungen in die eigene Gesellschaft integrieren

Trainingsmaßnahmen zu Gewaltfreiheit, der Förderung von Menschenrechten oder einer verbesserten Jugendpartizipation sind Methoden die auch in Deutschland sinnvoll eingesetzt werden können. Ob in Schulen, Stadtteilinitiativen oder in der entwicklungspolitischen Bildung, die friedliche Konfliktbearbeitung bleibt ein dringendes Thema im Norden wie im Süden.
Zivile Konfliktbearbeitung war daher das Jahresthema 2006: Neun Projekte von den Philippinen, über den Balkan bis nach Malawi, von Konfliktanalyse bis zur Jugendarbeit standen im Programm 2006 zur Durchführung.

Autor: Kristian Brakel, ASA-Teilnehmer 2003, Israel

Engagement Global gGmbH