People who make the difference

Christina Seifert - Teilnehmerin 2005

Christina Seifert war 2005 Teilnehmerin bei ASA. Ihren Projektaufenthalt hat sie in Nairobi verbracht. Sie hat uns netterweise ein paar Fragen beantwortet. Viel Spaß beim Lesen!

Foto: Mit freundlicher Genehmigung von Christina Seifert

Lokales Fußballturnier in Kibera

Was war damals Deine Motivation Dich bei ASA zu bewerben?

Ich war „participant“ 2005 – also vor genau fünf Jahren. Ich erinnere mich sehr oft an meinen Aufenthalt in Nairobi/Kenia und manchmal kommt es mir so vor, als sei es erst gestern gewesen. Der Kontinent übte, schon immer eine faszinierende Anziehung auf mich aus. Daher wollte ich auch nicht als Tourist, sondern als Mensch den Kontinent, die Mentalität und Probleme kennen lernen. ASA bot mir die Gelegenheit; ich konnte meine Neugier und meine Liebe zum Fußball in dem Projekt „Developing Skills on Girls Soccer“ in Kibera, dem größten Slum Afrikas, verwirklichen.

Welche Erinnerungen verbindest Du mit Deiner ASA-Teilnahme? Was waren Deine interessantesten, lustigsten oder aufregendsten Erfahrungen mit ASA?

Ich verbinde heute ausschließlich schöne Erinnerungen mit Kenia und Kibera. Obwohl ich am Anfang oft frustriert war, mich hin und wieder auch als „Mzungo“ ausgenutzt fühlte. Doch die Herzlichkeit und Dankbarkeit der Menschen und vor allem meiner „Spielerinnen“ herrschen vor. Welche Erfahrungen habe ich gesammelt? Nun, ich habe gelernt, dass der Müll im Slum seinen Zweck erfüllt, denn in der Regenzeit bewahrt er die Bewohner davor noch mehr im Schlamm zu versinken als sie es eh schon tun. Die Menschen sind reinlich und halten die Wege sauber; es gibt nur in bestimmten Ecken Müll. Entgegen der weitläufigen Annahme liegt er also nicht wahllos herum. Aufregung? Die gibt es nur, wenn man sich nach hereinbrechen der Dämmerung alleine in Nairobi aufhält. Man sollte also viel gute Lektüre für lange Abende dabei haben, dann wird es auch nicht „aufregend“.

Foto: Mit freundlicher Genehmigung von Christina Seifert

Lustig war es natürlich auch. An einem sonnigen Nachmittag unter der stechenden Septembersonne trug ich kurz vor dem Fußballtraining meine Sonnencreme (Lichtschutzfaktor 50!) auf. Charity – eine meiner Spielerinnen – fragte mich folgendes: „Is hat the creme that makes you so white?“ Darüber muss ich selbst nach fünf Jahren noch kräftig schmunzeln.

Kannst Du in einem Satz sagen, was Du aus Deiner ASA-Teilnahme für Dein weiteres Leben mitgenommen hast? Wie hat ASA Dein Leben beeinflusst? Was verbindest Du heute noch mit ASA?

Seit meiner Teilnahme bei ASA gehe ich ohne Uhr durchs Leben. Ich bin dennoch meistens pünktlich und weiß wie spät es ist, dafür lebe ich entspannter. (Gut, das waren zwei Sätze, aber ihr habt ja auch drei Fragen gestellt.)

Mein Geburtstagsgruß an ASA lautet:

Heri za sikukuu. Gebt auch noch weitere 50 Jahre jungen Menschen die Chance neue Erfahrungen abseits des eigenen Alltags zu sammeln.

Gibt es sonst noch etwas, was Du uns sagen willst?

Asante sana! Danke!

InWEnt gGmbH