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Act Now! Mit dieser Forderung segelten die Klimapiraten im Dezember zur Klimakonferenz nach Kopenhagen: "Es muss verdammt nochmal was getan werden, um einen verheerenden Klimawandel gerade noch zu verhindern!" Alles über die Aktionen der Klimapiraten finden Sie hier im Piraten-Logbuch - zusammen mit vielen Fotos, einem Film von Bord des Piratenschiffs, und einem ganz dicken Dankeschön an alle UnterstützerInnen!
18.12.2009 Climate Shame - We shave our heads
14.12.2009 Auszeichnung für DONG Energy statt Protestaktion
12.12.2009 “Human Flood for Climate Justice“
11.12.2009 Die KlimapiratInnen feiern: Kein Kohlekraftwerk in Lubmin!
5.12.2009 Leinen los!
24.10.2009 Klimakanzlerin gesucht
7.10.2009 Kohlekraftwerke von DONG Energy - falscher Partner für COP15!
21.9.2009 Klimapiraten entern Staatskanzlei
31.8.2009 Kein Steinkohlekraftwerk in Lubmin!
Mit einem Videogruß, gedreht inmitten der Gischt auf hoher See und in den schummrigen PiratInnenstuben unter Deck, bedanken sich die Klimapiraten bei allen, die mit tatkräftiger Hilfe und Spenden die Kampagne möglich gemacht haben.
Um ihre Fassungslosigkeit angesichts des absehbaren Scheitern des Gipfels zum Ausdruck zu bringen, haben sich heute morgen rund 30 Menschen vor dem Bella Center in Kopenhagen öffentlich den Kopf rasiert.
Fassungslosigkeit über das Scheitern des Klimagipfels: Rund 30 AktivistInnen rasieren sich in Kopenhagen den Kopf.
Die Unfähigkeit der Regierungen der Industrieländer, einen katastrophalen Klimawandel zu verhindern und für Klimagerechtigkeit zu sorgen, löst bei vielen Menschen Bestürzung und Sprachlosigkeit aus. Die bisherigen Verhandlungen sind nicht einmal annähernd an den starken, fairen und bindenden Vertrag herangekommen, den die Welt so dringend braucht. Trotz der enormen Dringlichkeit zu handeln, sind die Industrieländer nicht bereit, ihre historische und gegenwärtige Verantwortung zu übernehmen. Sie haben sich nicht zu der wissenschaftlich belegten, notwendigen CO2-Reduktion von mindestens 40% bis 2020 „zuhause“ verpflichtet. Ebenso wenig sind sie zu den erforderlichen Transferzahlungen an den Globalen Süden für Vermeidung, Anpassung und Waldschutz von mindestens 110 Milliarden Euro ab 2020 bereit. Damit ignorieren sie, dass ein gerechtes globales Klimaabkommen und ein grundlegender Wandel des weltweiten Wirtschaftens notwendig sind, um langfristig die Lebensgrundlagen der Menschheit zu erhalten. nach oben
Eigentlich hatten die KlimapiratInnen für den 14. Dezember eine große Aktion vor dem Kopenhagener Standort von DONG Energy zu starten: Sie wollten gegen die Pläne des Konzerns protestieren, in Lubmin bei Greifswald ein neues Kohlekraftwerk zu bauen. Innerhalb kürzester Zeit hatten sie für eine Petition gegen das Kraftwerk über 4.000 Unterschriften gesammelt. Am 11. Dezember wurde jedoch bekannt, dass DONG seine Pläne überraschend fallen gelassen hatte. Ein großer Erfolg für die KlimapiratInnen und andere Aktive, die sich in den vergangenen Monaten gegen das Kraftwerk stark gemacht und gefordert hatten, stattdessen auf Erneuerbare Energien zu setzen.
Anstelle der geplanten Protestaktion beglückwünschten die Aktivisten DONG zu der verantwortungsvollen Entscheidung, das Kraftwerksprojekt aufzugeben, und überreichten Louise Münte von der Konzernleitung symbolisch ein „Goldenes Windrad“. „Die Abkehr vom Kraftwerk Lubmin ist ein wichtiger Schritt für DONG Energy und seine fortschrittliche Zielsetzung in Sachen Klimaschutz. Der Energiekonzern plant, seine Energie zu 85% aus erneuerbaren Quellen zu produzieren. Wir ermutigen DONG auf 100% Erneuerbare zu kommen“, sagt Christian Nitschke von den Klimapiraten.
Protestaktion nicht mehr nötig: Die Klimapiraten gratulieren DONG zu der Entscheidung, das Kohlekraftwerk in Lubmin nicht zu bauen.
„Wir laden DONG ein, am gleichen Standort in Deutschland mit seiner Windkraftsparte in erneuerbare Energien zu investieren. Dabei kann DONG auf viel Unterstützung zählen: Alleine in der letzten Woche hatten 4.500 Menschen DONG per email aufgerufen in erneuerbare Energien zu investieren. Außerdem riefen in Mecklenburg-Vorpommern bisher mehr als 37.000 Bürger die Landesregierung auf, den Klimaschutz in die Landesplanungskonzepte aufzunehmen,“ sagte Ingo Wettstein, Vertreter der Bürgerinitiative aus Greifswald zu Loiuse Münte von DONG Energy in Kopenhagen. „Jetzt wird eine Investition in die Zukunft gebraucht. Die werden wir mit allen Kräften unterstützen. Das Kohlekraftwerk hätte den Kohlendioxid-Ausstoß unseres Bundeslandes ab 2013 verdoppelt. Das hätte das Reduktionsziel für Mecklenburg-Vorpommern bis 2020 in Frage gestellt. Außerdem hätte das erwärmte Kühlwasser des Kraftwerks einen der wichtigsten Heringslaichplätze der westlichen Ostsee geschädigt und die Entwicklung von Krankheitskeimen an den Badestränden der Tourismusregion begünstigt,“ sagte Corinna Cwielag vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND / Friends of the Earth). nach oben
Die Klimapiraten beteiligen sich an der Massenaktion von Friends of the Earth International. Mit einer menschlichen Flutwelle in der Kopenhagener Innenstadt soll zur Halbzeit der Verhandlungen den Forderungen nach Klimagerechtigkeit und starkem Klimaschutz Nachdruck verliehen werden. Die Flutwelle startet um 10:00 Uhr am Halmtorvet (nähe Klimaforum09) und endet am Christiansborg Slotsplads mit einem Strassentheater. Danach geht es ab 13:00 mit einer Massendemonstration weiter zum Konferenz-Zentrum.
Mehr dazu bei Friends of the Earth International. nach oben
Überraschend hat der dänische Energiekonzern DONG Energy heute beschlossen, seine Pläne zum Bau eines Steinkohlekraftwerks in Lubmin bei Greifswald aufzugeben.
Die Entscheidung fällt zu Beginn der UN-Klimakonferenz – und inmitten einer Serie von Protestaktionen der Klimapiraten gegen den geplanten Kraftwerksbau. Am letzten Samstag (5. Dezember) brachen die Klimapiraten in Greifswald per Segelschiff nach Kopenhagen auf – und hatten das Steinkohlekraftwerk Lubmin symbolisch über die Planke gejagt; das dänische Fernsehen berichtete. Während der letzten Woche haben die Klimapiraten fast 5.000 individuelle Protestbotschaften gegen DONG gesammelt. Für den kommenden Montag (14.12.) war eine Protestaktion vor der DONG-Konzernzentrale vorgesehen, in dessen Rahmen eine symbolische Besetzung des geplanten Kraftwerks inszeniert werden sollte.
Mit zwei Schiffen segelten die Klimapiraten zur UN-Klimakonferenz nach Kopenhagen.
Die Nachricht von DONGs Rückzug aus dem Kraftwerksprojekt löste heute Nachmittag großen Jubel an Bord der zwei Piratenschiffe Lovis und Petrine aus, auf denen sich 50 Klimapiraten auf die geplanten Aktionen vorbereiten. „Letzte Woche haben wir das Kohlekraftwerk noch symbolisch versenkt – heute ist es wirklich Geschichte!“, freut sich Klimapirat Christian Nitschke. „Einen besseren Auftakt als diesen Erfolg hätten wir uns für die UN-Klimakonferenz nicht wünschen können.“ nach oben
Bereits ab dem frühen Vormittag hatte sich im Greifswalder Museumshafen eine bunte Menschenmenge zu einem Hafenfest eingefunden, um die Piratencrew im Rahmen einer Theaterperformance zu verabschieden. Um 12 Uhr mittags hissten 50 Klimapiraten auf dem Traditionsschiff „Lovis“ die Segel, um vom Greifswalder Hafen aus nach Kopenhagen zu segeln. Dort wollen die jungen Umweltaktivisten aus ganz Deutschland am 9. Dezember einlaufen und für ein starkes und faires Klimaschutzabkommen demonstrieren. Sie wollen den politischen Entscheidungsträgern deutlich machen, was die junge Generation, die die Folgen des Klimawandels in allen Konsequenzen miterleben wird, von ihnen erwartet: eine radikale Kehrtwende hin zu verpflichtenden Reduktionszielen!
Johannes Krause von den Klimapiraten fordert mehr Engagement seines Landes im internationalen Klimaschutz: Auch wenn reiche und arme Länder dieses globale Problem nur noch gemeinsam lösen können, liegt die historische Verantwortung bei den Industrieländern, findet er. „Deutschland muss sich bereit erklären, mehr Geld für Anpassungsmaßnahmen in ärmeren Ländern zu investieren.“
Den Klimapiraten ebenso wie den Hafenfestbesuchern reichen die Lippenbekenntnisse der Politiker nicht aus. „Wenn wir die Kohlendioxidemissionen nicht drastisch und umgehend reduzieren, werden die Schäden der globalen Erwärmung nicht mehr reparierbar sein,“ weiß Vera Neumann von den Klimapiraten. Zur Zeit sind in Deutschland über 20 zusätzliche Kohlekraftwerke geplant, zuviel als dass Deutschland seine Klimaschutzziele auch nur annähernd erreichen könnte. Eines davon soll 20 km entfernt von Greifswald im Seebad Lubmin gebaut werden. Die Klimapiraten unterstützen den Protest der lokalen Bürgerinitiativen aus Greifswald, Lubmin und den Inseln Rügen und Usedom. So sei die Kaperfahrt nach Dänemark Teil ihrer Klimaschtuzkampagne, sagt Vera Neumann. „Wir tragen den lokalen Protest gegen das geplante Kohlekraftwerk in Lubmin dorthin, wo die zukünftige internationale Klimapolitik ausgehandelt wird. Außerdem machen wir in einer Protestaktion vor dem Kopenhagener Sitz von DONG Energy klar, dass das Kraftwerk in Lubmin nicht gebaut werden darf.“
Fünf Tage werden die Klimapiraten wohl brauchen, um von Greifswald nach Kopenhagen zu segeln. Ihr Weg führt sie durch den Greifswalder Bodden vorbei an Lubmin in die offene Ostsee. Die 50 Klimapiraten auf der „Lovis“ werden am Abend in Stralsund auf ein zweites Segelschiff treffen und dann gemeinsam unter der Piratenflagge nach Kopenhagen segeln. nach oben
Bei einer Aktion am Brandenburger Tor suchten AktivistInnen die Klimakanzlerin.
Während sich ein Scheitern des UN-Klimagipfels im Dezember in Kopenhagen abzeichnet, haben heute 350 als Angela Merkel verkleidete Demonstranten die Bundeskanzlerin aufgefordert, in den entscheidenden Wochen vor dem Klimagipfel eine tatsächliche Vorreiterrolle im internationalen Klimaschutz einzunehmen. Die von den Klimapiraten und der Kampagne KlimakanzlerIn gesucht organisierte Aktion vor dem Brandenburger Tor ist Teil des weltweiten Klimaaktionstages am heutigen 24. Oktober mit 4600 Aktionen in über 170 Ländern. Alleine in Deutschland fanden über 60 Aktionen statt.
„Angela Merkel hat ihre Rolle als Klimakanzlerin noch nie ohne Wenn und Aber gespielt“, sagte David Wagner, Koordinator der Klimapiraten. „Nur sechs Wochen vor dem entscheidenden Klimagipfel in Kopenhagen muss sie sich jetzt mit klaren Aussagen und eindeutigem Handeln als echte Klimakanzlerin positionieren.“
„Ohne gerechte Finanztransfers für Klimaschutz und Anpassung in den Entwicklungsländern gibt es kein ambitioniertes Abkommen. Aber gerade hier bremst Deutschland“, sagte Christoph Bals von Germanwatch und der Kampagne KlimakanzlerIn gesucht. Auf dem EU-Gipfel am 29. und 30.10. soll dazu eine Einigung erzielt werden. „Die Rolle der Kanzlerin beim EU-Gipfel Ende des Monats entscheidet maßgeblich über Deutschlands Rolle als Klimavorreiter.“ Die Demonstranten forderten Angela Merkel auf, wie Gordon Brown persönlich am Kopenhagen-Gipfel teilzunehmen.
„Wir erleben heute die Anfänge einer deutschen Klimabewegung“, sagte Diana Vogtel von 350.org. „Alleine in Berlin fordern rund 1000 Menschen in verschiedenen Aktionen mehr Klimaschutz.“ nach oben
"COP15 - Official Polluter": Solange DONG Energy in Lubmin ein Kohlekraftwerk plant, ist der Konzern kein guter Partner für den Weltklimagipfel, finden die Klimapiraten.
Gegen den Bau neuer klimaschädlicher Kohlekraftwerke durch den dänischen Staatskonzern DONG Energy in Deutschland demonstrierten heute Aktivisten der Klima-Allianz, der Klimapiraten sowie Vertreter der Bürgerinitiativen „Kein Steinkohlekraftwerk Lubmin“ und „Saubere Luft Ostfriesland“ aus Emden vor der dänischen Botschaft in Berlin. Mit einem an einen Kohleblock gefesselten Klimaengel und einem Bannern mit der Aufschrift „DONG Energy – offizieller Verschmutzer der Klimaverhandlungen in Kopenhagen“ [im Original: DONG Energy - official Polluter of COP15 Copenhagen“], machten die Aktivisten darauf aufmerksam, dass der Energiekonzern und Partner der UN-Klimaschutzverhandlungen nicht sauberer geworden ist, sondern seine Verschmutzungs- und Emissionsorte lediglich ins Ausland verlegt.
„Der Bau neuer Kohlekraftwerke steht jeglichen Klimaschutzbemühungen diametral entgegen. Keine Form der Energiegewinnung ist so klimaschädlich wie die Kohleverstromung“ so Elias Perabo, Energieexperte der Klima-Allianz. „Allein die von DONG Energy in Emden und Lubmin geplanten Kohlekraftwerke würden in den nächsten 40 Jahren jährlich über 18 Mio. t CO2 ausstoßen – das sind 35% des gesamten CO2 Ausstoßes von Dänemark.“
Während die Pläne des dänischen Energiekonzerns zum Bau von neuen Kohlekraftwerken in Dänemark kaum bekannt sind, gibt es an den geplanten Kohlekraftwerksstandorten Lubmin und Emden massiven Widerstand. „Die beiden geplanten Kraftwerke wären in Dänemark aufgrund fehlender Kraftwärmekoppelung nicht genehmigungsfähig“, so Oskar Gulla von der Bürgerinitiative „Kein Steinkohlekraftwerk Lubmin“. „Die Mehrheit der Bevölkerung an den Standorten lehnt die Kraftwerke ab. Wir werden daher mit allen Mitteln gegen den Bau dieser Kraftwerke vorgehen. Es ist zynisch, im eigenen Land neue Kohlekraftwerke aufgrund von Umweltbedingen zu verbieten und sie stattdessen im Ausland zu bauen.“
Den Klimaschützern stößt es zudem auf, dass DONG zum offiziellen Partner der UN- Klimaschutzverhandlungen in Kopenhagen ernannt wurde: „Mit den Plänen für den Bau von neuen Kohlekraftwerken setzt DONG Energy auf die Zerstörung des Klimas“, so Henrike Wegener, Sprecherin der Klimapiraten. „DONG Energy ist damit kein Partner für Klimaschutzverhandlungen – stattdessen untergräbt er Klimaschutzbemühungen.“
„Wir fordern daher Dänemark und DONG Energy auf, von den Kohlekraftwerksplänen in Deutschland Abstand zu nehmen.“ So Susanne Gersema von der BI Saubere Luft Ostfriesland e.V. aus Emden. nach oben
Der Höhepunkt des Aktionstages der Klimapiraten gegen das geplante Kohlekraftwerk in Lubmin ist erfolgreich zu Ende gegangen. Die Klimapiraten, ein Verbund junger Umweltaktivisten aus ganz Deutschland, und die Allianz „Kein Steinkohlekraftwerk Lubmin“ luden die Öffentlichkeit zu einer Aktion vor der Staatskanzlei ein. Mit Ansprachen und einer Bewegungsperformance informierten die Klimapiraten das Publikum und die Medien über die Dringlichkeit des Klimaschutzes und die Problematik des geplanten Kohlekraftwerks Lubmin. Damit gelang es ihnen, den Ministerpräsidenten Erwin Sellering zu einem Gespräch aus der Staatskanzlei zu locken.
Vor 50 Umweltaktivisten und zahlreichen Vertretern der Medien betonte Sellering mehrfach, dass er persönlich das Kraftwerk nicht wünscht und wie Bundesumweltminister Siegmar Gabriel den Standort Lubmin für hoch problematisch erachtet.
Der Ministerpräsident warb dafür, die Ergebnisse des Genehmigungsverfahrens abzuwarten. Die Klimapiraten machten hingegen klar, dass das geplante Kraftwerk nicht im öffentlichen Interesse sein kann. Angesichts des drohenden Klimawandels mit dramatischen Konsequenzen ist der Bau neuer Kohlekraftwerke in Deutschland nicht zu verantworten. Die Zukunft der Energieversorgung liegt bei den Erneuerbaren Energien. Ein Kohlekraftwerk in Lubmin würde darüber hinaus massive negative Konsequenzen für Natur und Tourismus am Greifswalder Bodden nach sich ziehen. „Wir erwarten von Herrn Sellering, dass er das öffentliche Interesse ernst nimmt und sich zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger gegen den Kraftwerksbau und für die Ansiedlung Erneuerbarer Energien in Mecklenburg-Vorpommern einsetzt“, so Johannes Krause von den Klimapiraten.
Um 13:00 Uhr hatten die Klimapiraten schon mit Aufsehen erweckenden Aktionen vor dem Schweriner Schloss begeistert. „Aufwachen Klimawandel!“ riefen die jungen Aktivisten in einer Straßentheateraktion den schlafenden Politikern Merkel, Sellering und Steinmeier zu. Diese betraten dennoch das Kohlefloß, welches navigationslos mit der Aufschrift „Dummm wie Kohle“ auf dem Schweriner See dümpelte. Die Attraktivität des Floßes der Erneuerbaren Energien mit der Aufschrift „Clever ins Klimaparadies“ überzeugte die Politiker jedoch, sodass sie ihren Standpunkt wechselten. Damit feierten die Erneuerbaren Energien symbolisch ihren Sieg über die veraltete Energiegewinnung durch Kohlekraft.
Nachdem die Klimapiraten Sellering zur Rede gestellt haben, geht es ab 18 Uhr zur Wahlkampfveranstaltung zu Franz Müntefering, um ihn ebenfalls zu einer Stellungnahme zum Kohlekraftwerk Lubmin zu bewegen. Die Mahnwache am alten Garten wird bis Dienstag Mittag fortgesetzt, um weitere Aktionen zu planen. Die Aktionstage in Schwerin werden durchgeführt von den Klimapiraten gemeinsam mit der Allianz „Kein Steinkohlekraftwerk Lubmin“. nach oben
Das Logo der Bürgerinitiative "Kein Kohlekraftwerk Lubmin"
"Den Standort Lubmin halte ich für hochproblematisch." Diese Aussage des Bundesumweltministers Sigmar Gabriel zum geplanten Kohlekraftwerk in Lubmin bei Greifswald diente am 31.August als Motto für eine Protestaktion auf dem Greifswalder Marktplatz.
Dort traten 50 junge Klimapiraten zusammen mit 30 Mitgliedern der Bürgerinitiative „Greifswald gegen das Steinkohlekraftwerk Lubmin e.V.“ mit einer bunten und lauten Aktion gegen das geplante Kraftwerk ein. Die Klimapiraten sind ein neu gegründeter Verbund junger Aktivisten aus ganz Deutschland, die die Pläne des Betreibers DONG Energy durchkreuzen wollen.
Die Aktion begann um 12 Uhr mit Wortbeiträgen vom Vorsitzenden der Bürgerinitiative Oskar Gulla und von den Klimapiraten Hannah Bahr und Simon Straub. Alle wiesen auf die regional und überregional negativen Auswirkungen eines solchen Vorhabens hin. „Mehr Arbeitsplätze als durch das Kraftwerk können durch Regenerative Energien geschaffen werden“, führte Oskar Gulla an.
Außerdem betonte er, dass Lubmin ein Erholungsgebiet sei und es auch bleiben solle. Den Klimapiraten war es vor allem wichtig, Deutschlands Verantwortung in der nationalen und internationalen Klimapolitik herauszustellen. Hannah Bahr erklärte: „Als Piraten sind wir wild entschlossen und zu allem bereit um uns die Zukunft, die uns zusteht, zurück zu erobern. Die Zeit für faule Kompromisse ist vorbei!
Angelockt von einem vier mal zwölf Meter großen Banner und kreativen Straßenaktionen informierten sich zahlreiche Passanten über den Protest gegen den geplanten Kraftwerksbau. Anschließend animierte der Künstler Andi Schulze die anwesenden Bürger und die Klimapiraten zu einer gemeinsamen Performance. Der Auftritt des Greifswalder Liedermachers Thomas Putensen bildete danach mit wild tanzenden Piraten den Abschluss der Aktion.
Ein Steinkohlekraftwerk in Lubmin? DONG Energy möchte im Ostseebad Lubmin ein Steinkohlekraftwerk bauen. Pro Jahr würden 10 Millionen Tonnen klimaschädliches Kohlendioxid, über eine Tonne Quecksilber und erhebliche Mengen Blei und Arsen und 800 Tonnen Feinstaub freigesetzt. Sauberer Strom sieht anders aus! Die Verbrennung von Kohle ist die klimaschädlichste Art der Stromerzeugung. Das geplante Steinkohlekraftwerk in Lubmin würde mit ca. 10 Millionen Tonnen CO2 zusätzlich pro Jahr unserem Klima kräftig einheizen und die CO2 Emissionen des Landes Mecklenburg Vorpommern verdoppeln.
Es bleibt kein Argument für ein Steinkohlekraftwerk übrig! Weder wird der Strom in Mecklenburg-Vorpommern benötigt. Noch werden Arbeitsplätze geschaffen. Denn neben der Bedrohung von 8‘000 Arbeitsplätzen im Tourismus benötigt ein Steinkohlekraftwerk nur einen Bruchteil der Arbeitskräfte, die bei der Ansiedlung regenerativer Energieerzeuger entstehen würde. nach oben