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Mexiko | Plätze: 3 | Nr.: C301505324 | Seminartermine
Hinweise: Für Berufstätige besonders geeignet
Berufsfelder: Gewerkschafter_in, Campaigner_in
Studienrichtung: Genderstudien, Soziologie, Politikwissenschaften, Anthropologie, Kommunikationswissenschaften, Sozialwissenschaften
Vorgeschlagen von: Inés Gonzáles, FES
Sprache(n): Spanisch
Dauer: 3 Monate
Die Unión Nacional de Trabajadores (Nationale Arbeiter_innengewerkschaft, UNT) setzt sich in Mexiko für demokratischere Strukturen in der Arbeitswelt und bessere sozio-ökonomische Bedingungen für die Arbeitnehmer_innen ein. Frauen werden in vielen Bereichen der mexikanischen Gesellschaft benachteiligt und leiden daher unter den ohnehin prekären Arbeitsverhältnissen oft in besonderem Maße. Die UNT führt zusammen mit der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) das Programm „Transversalidad de Género“ (Geschlechtergleichstellung) durch. Dieses soll dazu beitragen, diskriminierende Strukturen zu durchbrechen und die Geschlechtergleichheit zu fördern.
Die ASA-Teilnehmenden entwerfen eine Kampagne zur Ratifizierung der Übereinkommen 156 (Chancengleichheit und Gleichbehandlung der Arbeitnehmer_innen mit Familienpflichten) und 189 (Menschenwürdige Arbeit für Hausangestellte) der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO). Dadurch soll das Thema Geschlechtergleichstellung in den Gewerkschaften, in sozialen Institutionen und in der staatlichen Politik stärker etabliert werden. Darüber hinaus unterstützen die Teilnehmenden die UNT bei der Ausarbeitung eines Aktionsplans, der auf eine stärkere Einbindung der Frauen in die Gewerkschaften abzielt. Schließlich beteiligen sie sich an der Organisation, Durchführung und Evaluierung von Workshops über Geschlechtergleichstellung.
Die ASA-Teilnehmenden sollen Erfahrung in Fragen der Geschlechtergleichstellung mitbringen. Kommunikative Fähigkeiten, gute Spanischkenntnisse in Wort und Schrift, interkulturelle Kompetenz und ein sicherer Umgang mit neuen Medien werden vorausgesetzt. Hilfreich ist auch vertieftes Wissen über Gender, speziell im Zusammenhang mit den regionalen Gegebenheiten, sowie transnationale Arbeitsbeziehungen. Nach Möglichkeit haben die Teilnehmenden bereits Erfahrung in empirischer Sozialforschung und in der Organisation von Workshops gesammelt. Erfahrungen mit Kampagnenarbeit sind von großem Vorteil.
Die Teilnehmenden erhalten Einblick in den Arbeits- und Gewerkschaftsalltag in Mexiko. Zudem bietet das Projekt ihnen die Gelegenheit, die Bedeutung der Geschlechtergleichstellung im Kontext der mexikanischen Arbeiter_innenbewegung zu verstehen.
Die Ausreise erfolgt - in Absprache mit der Partnerorganisation - zwischen Juli und Dezember 2012.