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Indien | Plätze: 3 | Nr.: C301505210 | Seminartermine
Hinweise: Für Berufstätige besonders geeignet
Berufsfelder: Zimmermann/Zimmerin, Maurer_in, Elektriker_in, Web-Design
Studienrichtung: Architektur, Restaurierung, Bauingenieurswesen, Grafikdesign, Informatik
Vorgeschlagen von: Daniel Rudolf Becker (ASA-Teilnehmer 2011)
Sprache(n): Englisch
Dauer: 3 Monate
Im nordindischen Bundesstaat Jammu und Kaschmir liegt das ehemalige tibetische Königreich Ladakh. Aus politischen Gründen sind seit den 1950er Jahren die Grenzen zu benachbarten Regionen im Himalaya größtenteils geschlossen. Unter der Isolation haben Wirtschaft und Kultur der überwiegend buddhistischen Bevölkerung Ladakhs stark gelitten. Seit 2005 bemüht sich daher die örtliche gemeinnützige Leh Old Town Initiative (L.O.T.I.) vor allem in den Städten Leh und Alchi darum, historische Bauten zu erhalten. Dazu gehören besonders Wohnhäuser sozial benachteiligter Familien. Diese erhalten finanzielle und organisatorische Unterstützung bei der Sanierung ihrer historischen Häuser. Darüber hinaus restauriert L.O.T.I. buddhistische Tempelanlagen aus dem 14. und 15. Jahrhundert. Leider fehlt es in der ganzen Provinz an ausgebildeten Restaurator_innen oder Architekt_innen, um dieses kulturelle Erbe zu bewahren. Die Partnerorganisation bildet daher auch lokale Fachkräfte in der Restauration und seit 2009 einen Architekten aus.
Das Projekt knüpft an die Vorarbeit von ASA-Projekten aus den vergangenen Jahren an. Die ASA-Teilnehmenden werden zunächst die Dokumentation der Gebäude fortsetzen, diese vermessen und Zeichnungen anfertigen. Darüber hinaus sollen sie geeignete Baumaterialien empfehlen und bei Planung und Konstruktion mitwirken. Die Teilnehmenden unterstützen die praktische Sanierung und Restaurierung sowie den Wiederaufbau historischer Gebäude tatkräftig in allen Aspekten. Eine weitere Aufgabe ist die Einrichtung einer Internetseite für das neu geschaffene Central Asian Museum Leh, das im Juli 2012 eröffnet wird. Dazu sollen auch die Ergebnisse der Arbeit von L.O.T.I. aus den letzten Jahren entsprechend aufbereitet werden.
Für diese Aufgaben sind zumindest für eine_n Teilnehmende_n erweiterte Kenntnisse in Architektur und/oder Restaurierung notwendig. Handwerker_innen sollten mit dem Arbeitsumfeld auf Baustellen vertraut sein. Für die Erstellung der Webseite sind entsprechende technische Kenntnisse im Computer- und Grafikbereich erforderlich. Erfahrungen mit Öffentlichkeitsarbeit sind von Vorteil.
Das Projekt findet zwischen Juli und Oktober 2012 statt.