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Süd-Nord

Frauenrechte durch Gesundheitsversorgung fördern

Kenia | Plätze: 2 | Nr.: C301505416 | Seminartermine

Hinweise: Für Berufstätige besonders geeignet

Berufsfelder: Medizinische Berufe, Soziale Arbeit

Studienrichtung: Medizin, Psychologie, Pädagogik, Gender Studies, Sozialwissenschaften

Vorgeschlagen von: Virginia Wangare Greiner (Maisha e.V.)

Sprache(n): Englisch

Dauer: 6 Monate

Im Globalen Süden wie auch im Norden haben viele Migrantinnen keinen Zugang zu wichtigen Ressourcen für die Teilhabe am öffentlichen und beruflichen Leben, wie beispielsweise zu qualitativ guter Gesundheitsversorgung. Die Organisationen Maisha e.V. mit Sitz in Frankfurt am Main und Maisha Kenya aus Nairobi kämpfen aktiv gegen diese Problematik an, da gesundheitliche Belastungen für die Frauen auch Einschränkungen bei der Inanspruchnahme ihrer Grundrechte bedeuten.

Maisha Deutschland unterhält als Selbsthilfeorganisation afrikanischer Migrantinnen eine Beratungsstelle, in der afrikanische Frauen in Fragen zu Integration, Asyl, Gesundheit, Erziehung und familiären Problemen unterstützt werden. Darüber hinaus veranstaltet der Verein Seminare, Workshops und Konferenzen im Raum Frankfurt zu Integrations- und Genderthemen, die den psychosozialen und gesundheitlichen Bereich betreffen, wie beispielsweise Genitalbeschneidung bei Frauen. Außerdem betreibt der Verein Lobbyarbeit für die Interessen afrikanischer Frauen in Deutschland.

Maisha Kenya unterstützt durch Bildungs- und Beratungsprogramme Frauen in Kenia und unterhält ein Zentrum für Opfer geschlechtsspezifischer Gewalt. Zudem unterstützt die Organisation Frauen mittels eines Mikrokreditprogramms bei der Existenzgründung.

Die ASA-Teilnehmerinnen lernen in der Nordphase die Beratungsstelle von Maisha e.V. in Frankfurt kennen und erhalten Informationen zur rechtlichen, wirtschaftlichen und sozialen Situation von afrikanischen Migrantinnen in Deutschland. Sie werden in Kooperation mit der Stadt Frankfurt eine Konferenz zum Thema Gesundheit konzeptionieren und weitgehend eigenständig organisieren. Des Weiteren führen die ASA-Teilnehmerinnen eine Studie mit den Migrantinnen der Beratungsstelle durch und hospitieren in einem Gesundheitszentrum.

Während der Südphase sollen die ASA-Teilnehmerinnen die in der Nordphase erworbenen Kenntnisse nutzen, um den Aufbau einer Beratungsstelle in Kenia, die ähnlich wie die Schwesterinstitution in Frankfurt operieren soll, zu unterstützen. Entsprechende Infrastruktur sowie ein Netzwerk aus ehrenamtlich engagierten Frauen sind bereits vorhanden. Die ASA-Teilnehmerinnen sollen gemeinsam mit ihnen eine Situations- und Bedürfnisanalyse erstellen, auf deren Grundlage Beratungs- und Bildungsangebote erarbeitet werden können.

Allgemein sollen die ASA-Teilnehmerinnen Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Lebensumständen und Bedürfnissen von Frauen und Mädchen aus der afrikanischen Diaspora in Deutschland und aus Kenia erkennen lernen und zu stärkerer Vernetzung und gegenseitigem Lernaustausch zwischen Maisha Kenya und Maisha Deutschland beitragen.

Die ASA-Teilnehmerinnen erhalten in diesem Projekt einen intensiven Einblick in die Lebenslage afrikanischer Frauen in Deutschland und Kenia. Sie sollten großes Interesse an Frauen- und Genderarbeit mitbringen und Fachkenntnisse in wahlweise Gesundheit, Psychologie, Frauenrechten und/oder Beratung besitzen. Empathie für andere Mentalitäten und Perspektiven und Bereitschaft zu interkulturellem Lernen auf Augenhöhe sind Voraussetzung für eine Teilnahme am Projekt. Grundlegende Computerkenntnisse und sehr gute Englischkenntnisse sind notwendig. Der Verein kann aufgrund der sensiblen und intimen geschlechterspezifischen Themen lediglich Bewerbungen von Frauen berücksichtigen.

Voraussetzung für eine Teilnahme ist die Bereitschaft, sich aktiv an beiden Projektphasen zu beteiligen! Dazu zählen selbstverständlich auch Vorbereitung und Durchführung der Nordphase gemeinsam mit den kenianischen Teilnehmerinnen in Deutschland und dem deutschen Projektpartner Maisha in Frankfurt am Main. Der Zeitaufwand für die Nordphase entspricht dem eines Vollzeitpraktikums.

Bewerbungen aus Frankfurt und naher Umgebung sind besonders erwünscht.  Bewerberinnen aus anderen Regionen müssen für den Zeitraum der Nordphase einen Umzug nach Frankfurt einplanen.

Die Nordphase findet von April bis Juni 2012 statt, die Ausreise zur Südphase erfolgt – in Absprache mit der Partnerorganisation - zwischen Juli und Dezember.

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Engagement Global gGmbH