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Südafrika | Plätze: 2 | Nr.: C301505422 | Seminartermine
Hinweise: Für Berufstätige besonders geeignet
Berufsfelder: Erzieher_in, Sozialarbeiter_in
Studienrichtung: Soziale Arbeit, Soziologie, Politikwissenschaften, Pädagogik, Sozialpädagogik
Vorgeschlagen von: Chris Herrwig, ASA-Teilnehmer 2010 und Suleiman Henry, Selfhelp Manenberg
Sprache(n): Englisch
Dauer: 6 Monate
Jugendarbeitslosigkeit ist ein Phänomen, das in Deutschland ebenso wie in Südafrika existiert. Berufliche Zukunftsperspektiven stehen in direktem Zusammenhang mit Bildung, denn höhere Bildung garantiert meist bessere Qualifikationsmöglichkeiten und damit auch bessere Beschäftigungsaussichten. Die Organisationen Welthaus Aachen und Selfhelp Manenberg, sind bereits seit 2005 Kooperationspartner im Rahmen der Agenda 21-Städtepartnerschaft zwischen Kapstadt und Aachen. Sie möchten den Komplex Bildung/Arbeit aus deutscher und südafrikanischer Perspektive im Rahmen dieses Projektes unter konkreten Fragestellungen beleuchten. Mit welchen Angeboten können Organisationen der Zivilgesellschaft die Bildungs- und Arbeitsmöglichkeiten jenseits staatlicher Maßnahmen verbessern helfen? Und was können Deutschland und Südafrika in Bezug auf das jeweilige Ausbildungssystem voneinander lernen?
In der Nordphase arbeiten die ASA-Teilnehmenden beim Welthaus Aachen, das seit 1995 als Dachorganisation für lokale Initiativen und Vereine zu Themen der Entwicklungs- und Flüchtlingspolitik sowie ökologischen Fragen fungiert.
Die Teilnehmenden sollen zunächst die Situation in Deutschland analysieren, insbesondere welche (Aus-)Bildungs- und Fördermöglichkeiten vorhanden sind. Dafür werden sie unterschiedliche Institutionen und Projekte in Aachen und Umgebung besuchen. Daran anschließend werden sie Vorschläge erarbeiten, wie Förderprogramme verbessert werden können und erörtern, welche Ideen und Alternativen sich daraus möglicherweise auch für die Arbeit in Südafrika entwickeln lassen.
Die Südphase findet bei Selfhelp Manenberg statt, das 1992 als Initiative von Bewohner_innen des Townships Manenberg in Kapstadt entstanden ist. Die Organisation setzt sich mit verschiedenen sozialen Projekten für die Bewohner_innen des Viertels ein. In Manenberg wird die offizielle Arbeitslosenrate auf 66 Prozent geschätzt, ein Großteil der Haushalte ist von staatlichen Transferleistungen abhängig. Auch hier sollen die Teilnehmenden Initiativen und Projekte zum Thema Ausbildung und Arbeitsvermittlung besuchen, mit den Verantwortlichen diskutieren und gegebenenfalls Alternativen und Ergänzungen zu den bestehenden Angeboten erarbeiten. Die Ergebnisse aus der Nordphase sollen hier einfließen und mit den Erkenntnissen aus der Südphase rückgekoppelt werden. Zudem werden die deutschen Teilnehmenden aktiv im Tagesgeschäft von Selfhelp Manenberg mitarbeiten und auf Wunsch in der Community leben können. Beide Phasen werden durch eine von den ASA-Teilnehmenden organisierte Veranstaltung abgeschlossen, auf der sie ihre Erkenntnisse der Öffentlichkeit präsentieren.
Das Projekt richtet sich an Bewerber_innen aus den Bereichen Soziale Arbeit, Erziehungswissenschaften, Politikwissenschaften, Soziologie, Bildungs- und Arbeitsmarkpolitik oder vergleichbaren Studien- und Berufsrichtungen. Sie sollten Vorkenntnisse zu Bildungssystem und Arbeitsmarkt in Deutschland vorweisen können und sich besonders für die Themenfelder Jugendarbeitslosigkeit und berufliche Qualifizierung von Jugendlichen interessieren. Besonders erwünscht sind Bewerber_innen mit einem nicht-akademischen Hintergrund wie einer Berufsausbildung zum/zur Erzieher_in oder vergleichbaren Qualifikationen
Voraussetzung für eine Teilnahme ist die Bereitschaft, sich aktiv an beiden Projektphasen zu beteiligen! Dazu zählen selbstverständlich auch Vorbereitung und Durchführung der Nordphase gemeinsam mit den südafrikanischen Teilnehmer_innen in Deutschland und dem deutschen Projektpartner Welthaus Aachen. Der Zeitaufwand für die Nordphase entspricht dem eines Vollzeitpraktikums.
Bewerbungen aus Aachen und naher Umgebung sind besonders erwünscht. -Bewerber_innen aus anderen Regionen müssen für den Zeitraum der Nordphase einen Umzug nach Aachen einplanen.
Die Nordphase findet von April-Juni statt. Die Ausreise zur Südphase findet – in Absprache mit der Partnerorganisation – zwischen Juli und Dezember statt.