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Ghana | Plätze: 2 | Nr.: C301505403 | Seminartermine
Studienrichtung: Soziologie, Ethnologie, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften
Vorgeschlagen von: Friedrich Keller-Bauer, Stiftung Sabab Lou
Sprache(n): Englisch
Dauer: 3 Monate
Traditionelle Geschlechterrollen, die mit der ökonomischen und politischen Marginalisierung und Diskriminierung von Frauen einhergehen, sind besonders in ländlichen Regionen Ghanas weit verbreitet. Die deutsche Stiftung Sabab Lou unterstützt deshalb alleinerziehende Mütter im zentralghanaischen Offinso beim Aufbau von Kleinunternehmen. Meist sind dies kleine Handelsgeschäfte, in die die Frauen mittels zinsgünstig gewährter Mikrokredite einsteigen können. Das Projekt trägt den Namen „So Memu“, was in der Stammessprache der Ashanti „sich erheben, aufstehen“ bedeutet. Die Stiftung Sabab Lou führt das Projekt zusammen mit einem örtlichen Projektleiter durch. Dieser berät die Frauen vor der Kreditaufnahme und betreut sie während und nach der Laufzeit. So Memu soll den Frauen helfen, ein regelmäßiges Einkommen zu erzielen, um so für die Erziehung ihrer Kinder und für die Gesundheits- und Altersvorsorge aufkommen zu können. Das Projekt läuft seit 2009 sehr erfolgreich und soll daher 2012 ausgebaut werden.
Die Aufgabe der ASA-Teilnehmenden besteht zum einen in der Mitarbeit am Tagesgeschäft, zum anderen in der Planung der weiteren Projektentwicklung. Zusammen mit dem Projektleiter wählen sie die Kreditnehmerinnen aus und betreuen sie während und nach der Laufzeit des Kredits. Sie übernehmen Aufgaben beim Monitoring, der Überwachung der Rückzahlungen, der Führung der Kassenbücher und dem Erstellen der monatlichen Berichte. Außerdem besuchen sie die Frauen auf den Märkten rund um Offinso, um ihre Aktivitäten zu erfassen und zu dokumentieren. Darüber hinaus erarbeiten sie eine Strategie, wie das Projekt 2012 ausgebaut werden soll. Dabei geht es insbesondere um die Optimierung der Auswahlprozesse, der Vermittlung von geschäftlichen Grundkenntnissen, sowie der Berichtssysteme und der Betreuungsprogramme. Besonderes Augenmerk soll dabei auf die Entwicklung eines Trainingsprogramms gelegt werden. Die meisten Frauen sind Analphabetinnen. Eine Aufgabe der Teilnehmenden wird darin bestehen, den Frauen Kenntnisse in der einfachen Buchführung zu vermitteln.
Die ASA-Teilnehmenden sollten ein gutes soziologisches und ökonomisches Grundverständnis mitbringen. Insbesondere sollten sie über kaufmännische Grundkenntnisse verfügen sowie interkulturelle und kommunikative Kompetenz. Das Projekt läuft in der Zeit von Anfang August bis Ende Oktober 2012.