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Brasilien | Plätze: 2 | Nr.: C301505303 | Seminartermine
Hinweise: Für Berufstätige besonders geeignet
Berufsfelder: Sozialarbeit, Pädagogische Berufe
Studienrichtung: Sozialwissenschaften, Pädagogik, Umweltbildung, Umweltmanagement, Soziale Arbeit
Vorgeschlagen von: Ligia Nicacio Santos, ASA-Teilnehmerin 2011
Sprache(n): Portugiesisch
Dauer: 6 Monate
Seit 2004 bietet die brasilianisch-deutsche Nichtregierungsorganisation Associação Socio-Educativa e Cultura Projeto Alavanca in der Favela São Remo in São Paulo Bildungsprojekte an. Alavanca will mit seiner Arbeit den Kindern und Jugendlichen aus dem Viertel einen Zugang zu qualitativ hochwertiger Bildung ermöglichen. Dazu führt die Organisation unter anderem Alphabetisierungs-, Computer- und Sprachkurse durch. Die Bildungsprojekte sollen die Bewohner_innen zur selbstbestimmten Entwicklung und Umsetzung von Projekten befähigen und somit die gesamte Gemeindeentwicklung fördern. Der deutsche Partnerverein Alavanca Deutschland e.V. wurde 2005 gegründet und ist eng mit der NRO in Brasilien verbunden. Alavanca Deutschland bereitet Freiwillige auf ihren Projektaufenthalt in Brasilien vor und wirbt Drittmittel für die Bildungsprojekte in São Remo ein.
Die beiden Partnerorganisationen Alavanca Brasilien und Alavanca Deutschland werden einen entwicklungspolitischen Schüler_innenaustausch organisieren und thematisch begleiten. Dabei sollen sich zwölf brasilianische und zwölf deutsche Schüler_innen theoretisch und praktisch mit dem Thema „Bewusster Konsum“ auseinandersetzen. Die Teilnehmenden können dabei auf Erfahrungswerte von ASA-Vorgängerprojekten aus vergangenen Jahren zurückgreifen.
In der Nordphase des Projekts bereiten die ASA-Teilnehmenden den Austausch inhaltlich vor, indem sie Workshops für die deutschen Austauschschüler_innen anbieten. Neben einer allgemeinen Vorbereitung rund um Sprache, Kultur und Alltag in Brasilien geht es dabei insbesondere um bewussten Konsum und Umweltschutz. Zu diesen Themen werden sie gemeinsam mit den Schüler_innen eine Ausstellung organisieren. Zusammen mit zusätzlichen Einheiten zu Rassismus und respektvollem Zusammenleben unterstützen die ASA-Teilnehmenden so die Schüler_innen bei der selbstständigen Entwicklung und Durchführung von Aktionen zu globalen Themen. Außerdem werden sie zusammen mit Alavanca und den Teilnehmenden des vergangenen Jahres auch den Brasilienaufenthalt der deutschen Schüler_innen vorbereiten, und dafür unter anderem Aktivitäten, Ausflüge und Workshops planen. Zur Finanzierung des Aufenthalts werden sie sich um Fördermittel bemühen.
Während der Südphase findet die Begegnung der deutschen und brasilianischen Schüler_innen im Rahmen des Austauschs statt, den die Teilnehmenden begleiten werden. Erneut erarbeiten sie gemeinsam mit den Schüler_innen Themen mit Bezug zu globalen Zusammenhängen durch Filme, Ausflüge und Vorträge. Da der Austausch nur einen Monat dauert, werden die Teilnehmenden während der verbleibenden zwei Monate ausschließlich mit einer brasilianischen Schule zusammenarbeiten. Dabei wird es darum gehen, Interessierte für ein mögliches Nachfolgeprojekt zu finden und dabei die brasilianischen Schüler_innen aus dem Vorgängerjahrgang als Multiplikator_innen zu mobilisieren.
Die Teilnehmenden sollten starkes Interesse an der Auseinandersetzung mit globalen Zusammenhängen und Themenfeldern wie bewusstem Konsum mitbringen sowie über pädagogische Vorkenntnisse und Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Jugendlichen verfügen. Aufgrund der intensiven Zusammenarbeit mit den Jugendlichen ist zudem eine kreative Herangehensweise an Probleme und interkulturelle Sensibilität vonnöten, um auch konfliktreiche Situationen zu meistern. Für eine erfolgreiche Zusammenarbeit im Süd-Nord-Team sind gute Portugiesischkenntnisse erforderlich.
Voraussetzung für eine Teilnahme ist die Bereitschaft, sich aktiv an beiden Projektphasen zu beteiligen! Dazu zählen selbstverständlich auch Vorbereitung und Durchführung der Nordphase gemeinsam mit den brasilianischen Teilnehmer_innen in Deutschland und dem deutschen Projektpartner Alavanca Deutschland in Berlin. Der Zeitaufwand für die Nordphase entspricht dem eines Vollzeitpraktikums.
Bewerbungen aus Berlin und naher Umgebung sind besonders erwünscht. Bewerber_innen aus anderen Regionen müssen für den Zeitraum der Nordphase einen Umzug nach Berlin einplanen.
Die Nordphase findet von April bis Juni 2012 statt. Die Südphase erfolgt zwischen Juli und September desselben Jahres.