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Süd-Nord

Umweltbildung und Erfahrungsaustausch durch Schulgärten

Bolivien | Plätze: 2 | Nr.: C301505301 | Seminartermine

Hinweise: Für Berufstätige besonders geeignet

Berufsfelder: Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Gärtnerei

Studienrichtung: Umweltbildung, Umweltwissenschaften, Ökologie, Geografie, Gartenbau, Forstwissenschaften

Vorgeschlagen von: Susann Reiner, Regenwald-Institut e.V.

Sprache(n): Spanisch

Dauer: 6 Monate

Das Regenwald-Institut e.V. (RWI) in Freiburg ist eine gemeinnützige Nichtregierungsorganisation, die sich den Schutz der Tropenwälder in enger Zusammenarbeit mit der dort ansässigen Bevölkerung zum Ziel gesetzt hat. Das RWI ist in Deutschland in der Umweltbildung aktiv und arbeitet zugleich mit lokalen Organisationen in Lateinamerika zusammen.

Die Corporación Agropecuaria Campesina Irupana (Coraca Irupana) ist eine gemeinnützige Organisation von und für Bäuerinnen und Bauern in der Gemeinde Irupana in einem Hochtal Boliviens. Rund 85 Prozent der Einwohner_innen sind landwirtschaftliche Kleinproduzent_innen. Coraca setzt sich seit seiner Gründung 1984 dafür ein, dass regionale Produkte gerecht gehandelt werden. Die rund 700 angeschlossenen Familien aus Irupana und Umgebung sollen diesen Prozess mitbestimmen und sich so ein stabiles, faires Einkommen erarbeiten können. Coraca Irupana legt Wert auf eine ökologische Produktionsweise und eine nachhaltige Bewirtschaftung von Böden und Wäldern.

Die Teilnehmenden werden im Rahmen des Projekts Schulen in Deutschland und Bolivien besuchen, um dort gemeinsam mit den Schüler_innen Schulgärten anlegen. Diese dienen unter anderem als pädagogisches Instrument, um Landwirtschaft, Gartenbau und den Umgang mit Natur und Umwelt zu thematisieren. Die Teilnehmenden werden zudem den Austausch zwischen den Schüler_innen der beiden Länder zum Thema Schulgärten anregen.

In der Nordphase  werden die Teilnehmenden mehrere Schulklassen und Schulgarten-AGs in Freiburg besuchen, wo sie zusammen mit den Schüler_innen Schulgärten anlegen. Anhand der Situation in Irupana erarbeiten sie mit den Schüler_innen Themen, die in Verbindung mit globalen Zusammenhängen und Fragen der Umweltbildung stehen. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Bedrohung der Tropenwälder. Zudem stellen die Teilnehmenden Materialien zusammen, die anschließend für die gemeinsame Austauschplattform der bolivianischen und deutschen Schulen genutzt werden können.

Die Teilnehmenden werden darüber hinaus an diversen Veranstaltungen, beispielsweise an den Projekttagen der Schulen teilnehmen.

In der Südphase werden die Teilnehmenden zunächst ihre Erfahrungen aus der Projektphase in Deutschland vorstellen und dann ebenfalls im Bereich der Umweltbildung global und lokal bedeutende Themen mit den Schüler_innen bearbeiten. Anschließend begleiten sie die Schüler_innen in Irupana bei Aufbau und Pflege der Schulgärten. Schließlich werden sie gemeinsam Schulmaterialien zu den abgehandelten Themen erarbeiten.

Die ASA-Teilnehmenden sollten Interesse für Umweltbildung und Globales Lernen, insbesondere im Kontext des ländlichen Umfelds, mitbringen. Voraussetzung für eine Teilnahme ist auch, dass die Teilnehmenden gerne mit Kindern und Jugendlichen zusammen arbeiten und Eigeninitiative mitbringen, um sich aktiv in das Projekt einzubringen. Es ist von Vorteil, wenn die Teilnehmenden bereits Erfahrungen in der Landwirtschaft oder im Gartenbau, inbesondere mit Schulgärten gesammelt haben und/oder über pädagogische Kenntnisse verfügen. Für die Projektphase in Irupana sind zudem interkulturelle Kompetenzen und die Bereitschaft erforderlich, in einfachen ländlichen Verhältnissen zu leben. Für die Zusammenarbeit im Team und mit den Schüler_innen sind gute Spanischkenntnisse wichtig.

Voraussetzung für eine Teilnahme ist die Bereitschaft, sich aktiv an beiden Projektphasen zu beteiligen! Dazu zählen selbstverständlich auch Vorbereitung und Durchführung der Nordphase gemeinsam mit den bolivianischen Teilnehmer_innen in Deutschland und dem deutschen Projektpartner RWI in Freiburg. Der Zeitaufwand für die Nordphase entspricht dem eines Vollzeitpraktikums.

Bewerbungen aus Freiburg und naher Umgebung sind besonders erwünscht. Bewerber_innen aus anderen Regionen müssen für den Zeitraum der Nordphase einen Umzug nach Freiburg einplanen.

Die Nordphase findet von April bis Juni 2012 statt. Die Ausreise zur Südphase erfolgt – in Absprache mit der Süd-Partnerorganisation – zwischen Juli und Dezember desselben Jahres.

Projekt zur Bewerbung vormerken

Engagement Global gGmbH