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Kamerun | Plätze: 3 | Nr.: C301505414 | Seminartermine
Hinweise: Für Berufstätige besonders geeignet
Berufsfelder: Erzieher_in, Soziale Arbeit
Studienrichtung: Erziehungswissenschaften, Sozialwissenschaften, Gender Studies
Vorgeschlagen von: Liviane Aimée Mamoumbe Kamela, APEDS
Sprache(n): Französisch
Dauer: 3 Monate
Eine erfolgreiche Schullaufbahn ist ein Grundstein auf dem Weg zu persönlicher Entfaltung und ökonomischer Unabhängigkeit. Leider hängt der Schulerfolg oft auch von Faktoren ab, die die Schulkinder selbst nur schwer beeinflussen können. Die Mitarbeiter_innen der "Association pour la Promotion de l’Éducation et du Développement Social (APEDS)" bieten Schulkindern, Jugendlichen und Eltern in Kameruns Hauptstadt Yaoundé kostenlose Beratung und Nachhilfeunterricht an. Häufig liegen Gründe für schulischen Misserfolg im familiären Umfeld und hängen mit Verhaltensweisen, Rollenbildern oder ökonomischen Zwängen zusammen. Vor allem Mädchen müssen im Vergleich zu Jungen zusätzliche Hindernisse überwinden. Deshalb tritt APEDS zunehmend mit Eltern in Kontakt und macht diese auf ihre Verantwortung und Möglichkeiten als Erziehungsberechtigte aufmerksam.
In dieser Bildungsarbeit für Eltern sehen die Mitarbeiter_innen von APEDS großes Potenzial, die schulischen Ergebnisse vieler Kinder zu verbessern. Um fundierte Argumente und geeignete Methoden zu entwickeln, werden die ASA-Teilnehmenden in einer Studie den Zusammenhang zwischen familiärer Situation und schulischer Leistung beleuchten. Sie bilden Mitarbeiter_innen von APEDS im Bereich qualitative Sozialforschung weiter und entwickeln gemeinsam mit ihnen einen Fragebogen / Interviewleitfaden. Mit diesem sollen im Anschluss Eltern, Schüler_innen und Lehrer_innen nach dem familiären Umfeld, den Schulleistungen und den möglichen Gründen für schulischen Misserfolg befragt werden. Die Teilnehmenden analysieren die Ergebnisse und diskutieren sie mit Eltern und Vertreter_innen des Schulwesens, um konstruktiv Handlungsoptionen aufzuzeigen.
Die ASA-Teilnehmenden sollten über gute Kenntnisse in empirischer Sozialforschung und Pädagogik verfügen. Um sowohl Kinder, als auch Erwachsene mit dem oft sensiblen Thema zu konfrontieren, benötigen sie Einfühlungsvermögen und sichere Sprachkenntnisse in Französisch.
Das Projekt findet zwischen Juli und September 2012 statt.