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„ASA-FF, das ist doch dieser Förderverein von ASA!“ Stimmt soweit, aber was macht der eigentlich genau, wobei kann er helfen, und kann man da mitmachen? Laurissa Mühlich ist Vorstandsmitglied des ASA-FF und weiß Bescheid:
Wann, wie und wozu ist der ASA-FF entstanden?
Der FreundInnen und Förderkreis von ASA (ASA-FF e.V.) ist im Oktober 1979 von ehemaligen ASA-TeilnehmerInnen gegründet worden, die Lust hatten, nach ihrem Projektaufenthalt weiter mit ASA und anderen ASAtInnen in Kontakt zu bleiben und ihre Projekterfahrungen im Bereich entwicklungspolitische Bildungsarbeit hier in Deutschland weiterzuentwickeln. Außerdem wollten sie als ehemalige TeilnehmerInnen ASA unterstützen und fördern, schließlich hatten sie selbst aus ihrem ASA-Aufenthalt und den Projekterfahrungen so viel mitgenommen. Um dafür einen Rahmen zu schaffen, gründeten sie den ASA-FF.
Was ist der ASA-FF genau, und was sind seine Zielsetzung und Aktivitäten?
Der ASA-FF ist der Ehemaligen-Verein des ASA-Programms. Alle ASA-StipendiatInnen sind eingeladen, ihm beizutreten. Der Verein unterstützt Aktivitäten der ehemaligen ASA-TeilnehmerInnen finanziell, aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden, die er als gemeinnütziger Verein akquiriert. Er finanziert zum Beispiel die zweimal jährlich stattfindenden EASYs (Ehrenamtlichen-Seminare), steuert etwas zu den Süd-Nord-Projekten bei und unterstützt Projekte von RückkehrerInnen, wie Eurizons und kleinere „Aktionen Globalen Lernens“.
Der Verein selbst initiiert keine Projekte oder Aktivitäten. Er ist ein Dach, unter dem Ehemalige ihre Ideen planen und in die Tat umsetzen können. Wenn man also nach seiner Rückkehr aus dem Projekt eine entwicklungspolitische oder eine Ehemaligen-Veranstaltung plant, kann man vom ASA-FF Unterstützung bekommen. Wir helfen bei der Finanzierung, aber auch bei der Suche nach geeigneten Räumlichkeiten, ReferentInnen oder Ähnlichem.
Manche bezeichnen den ASA-FF auch als „Weißt du noch, damals...“-Club von ASA. Das ist nicht ganz falsch: Ein wichtiges Ziel des Vereins ist es, den Kontakt zwischen den Ehemaligen aufrecht zu erhalten oder wieder herzustellen. Zum Beispiel gestaltet der Verein den ASA-Ball mit, bei dem viele Generationen von ASAtInnen zusammenkommen, in Erinnerungen schwelgen, sich über ihre aktuelle Arbeit austauschen, neue Entwicklungen in der Entwicklungszusammenarbeit diskutieren und sich für künftige Aktionen vernetzen können.
Außerdem will der ASA-FF e.V. ein Mentoren-Programm initiieren, das junge ASAtInnen mit „alten Hasen“ zusammenbringen soll: Ehemalige ASAtInnen landen ja beruflich in ganz unterschiedlichen Bereichen. Für die jüngeren, die vielleicht gerade ihr Studium beendet haben und noch auf der Suche nach ihrem beruflichen Weg sind, kann es sehr spannend sein zu hören, was ihre VorgängerInnen so machen.
Leider ist bei ASA vor Jahren einmal ein großer Teil der Kontaktdaten von Tausenden TeilnehmerInnen aus den ersten Jahrgängen verloren gegangen. Wir bemühen uns, diese frühen Ehemaligen wieder ausfindig zu machen und den Kontakt wieder aufzunehmen.
Wie arbeitet der ASA-FF?
Der Vorstand trifft sich natürlich regelmäßig, ansonsten findet einmal im Jahr eine Mitgliederversammlung statt, bei der insbesondere das Arbeitsprogramm des Vereins und die Zusammenarbeit mit dem ASA-Programm und Ideen für die verschiedenen geplanten Aktivitäten besprochen werden.
Außerdem hat der ASA-FF einen Sitz im Programmbeirat von ASA und nimmt an der Auswahl der Projekte und BewerberInnen teil.
Kann man da mitmachen?
Zum einen kann man, wie gesagt, mit Unterstützung des ASA-FF alle möglichen Aktionen planen und umsetzen. Zum anderen kann man dem Verein beitreten und ihn so finanziell unterstützen, und man kann sich in den Vorstand wählen lassen und sich an der Gremienarbeit beteiligen. Unterstützung könnten wir vor allem für unser Mentoren-Programm gebrauchen, von dem ich eben sprach, und für die Recherche der verloren gegangenen Kontakte der frühen Jahrgänge. Nicht zuletzt wollen die EASYs organisiert sein. Hierfür freut sich der ASA-FF immer über Unterstützung.
Was hat man davon?
Zuerst dachte ich selbst: Vernetzungsarbeit kann ja so spannend nicht sein. Aber es hat sich als sehr inspirierend herausgestellt, mit den Ehemaligen in Kontakt zu sein und sie untereinander in Kontakt zu bringen. Sie landen in ganz unterschiedlichen Bereichen – der eine beim Berliner Ensemble, die andere in der Redaktion der Zeit, wieder andere im BMZ – und stecken ständig in interessanten Projekten. Wenn sie zusammen kommen, entstehen neue Vorhaben und finden fesselnde Diskussionen statt, an denen man teilnehmen und die man mit gestalten kann.