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Programmbeschreibung
Tadschikistan | Plätze: 2 | Nr.: C300104540 | Seminartermine
Hinweise: Für Berufstätige besonders geeignet
Berufsfelder: Web-, Textil- und Materialdesign, Handwerkskunst, Erziehung, Pädagogik
Studienrichtung: Grafikdesign, Textildesign, Marketing, Kommunikationswissenschaften
Vorgeschlagen von: Yorali Berdov (Manager von De Pamiri in Khorog), Shodigul Mamadyorbekova (aus Khorog, früheres ASA-Projekt) und Aline Rosset (aus Zürich, früheres ASA-Projekt)
Sprache(n): ,, Farsi
Dauer: 3 Monate
Die autonome Provinz „Gorno Badakhshan Autonomous Oblast“ (GBAO) befindet sich im Pamir-Gebirge im Osten Tadschikistans. Während des Bürgerkrieges von 1992-1997 war die Provinz isoliert, ihre Bewohner hungerten. Die Lebensbedingungen für die dort lebenden Pamiris haben sich seitdem beträchtlich gebessert. Allerdings ist die hohe Arbeitslosigkeit immer noch ein schwerwiegendes Problem, das Menschen zur Migration zwingt.
Hier setzt die Nichtregierungsorganisation „De Pamiri“ an: Sie hilft den Kunsthandwerkern vor Ort dabei, ein kleines Einkommen zu erwirtschaften. Die Organisation unterstützt den Erhalt und die kreative Produktion von traditionellem Handwerk und eröffnet der Bevölkerung neue Formen des Erwirtschaftens. „De Pamiri“ stellt Läden zur Verfügung, in denen die HandwerkerInnen ihre Stickereien, Teppiche, Holz- und Filzarbeiten und geflochtene Körbe für den Verkauf anbieten. Außerdem vermittelt die Organisation zwischen den KünstlerInnen und Messen in ganz Zentralasien. Die Fortführung der traditionellen Kunsthandwerke der Pamiris wird dadurch gewährleistet, dass altes Design mit zeitgemäßen Nachfragen weiterentwickelt wird und den KünstlerInnen Raum für Eigenkreationen gegeben wird. Ziel von „De Pamiri“ ist es, die traditionelle Kultur zu fördern und zu erhalten sowie neue Einkommensmöglichkeiten für die Handwerkskünstler durch Produktmarketing und Tourismus zu erschließen. Im Rahmen dessen werden Trainings und Workshops organisiert, um Fachkenntnisse und Fertigkeiten der KunsthandwerkerInnen zu verbessern und auszutauschen. Seit kurzem ist die Nichtregierungsorganisation darum bemüht, einen direkten Kontakt zwischen einheimischen KünstlerInnen und TouristInnen herzustellen. Das geschieht zum Beispiel, indem private Gästezimmer vermietet werden und Trekking-Routen unmittelbar durch die Dörfer gehen.
In den Jahren 2007 und 2009 kooperierte „De Pamiri“ bereits mit dem ASA-Programm. Im kommenden ASA-Projekt können sich die ASA-Teilnehmenden in folgenden Bereichen einbringen: Um ein internationales Publikum zu erreichen, ist es notwendig die Website zu aktualisieren und aktiv zu gestalten. Außerdem müssen die Produkte in den Läden von De Pamiri qualitativ geprüft und hinsichtlich der lokalen und internationalen Nachfrage und Marktfähigkeit analysiert werden. Auf dieser Marktanalyse aufbauend sollen auf traditionelle Weise neue Produkte und Designtechniken zusammen mit den KunsthandwerkerInnen entwickelt werden. ASA-Teilnehmende können die alte Handwerkskunst von den Pamiri lernen. Eine zusätzliche Aufgabe der Teilnehmenden liegt im Entwerfen von Werbematerialien in Form von Werbebroschüren und Flyern.
Von den ASA-Teilnehmenden wird erwartet, dass sie ein hohes Maß an Kreativität mitbringen. Das Projektes soll eine sensible Verbindung schaffen zwischen jahrhundertealtem traditionellen Handwerk und modernen Kommunikationstechnologien und heutiger Marktnachfrage.
Die Ausreise erfolgt – in Absprache mit der Partnerorganisation – zwischen Juli und Dezember 2010.