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GLEN-Projektpraktikum: Schulmaterial als Spiel

Theresia Schreiber war GLEN Teilnehmerin 2008 und arbeitete in einer Schule in Sambia. Ihre Aktion Globales Lernen hatte somit mit Schulen zu tun. Ihr Plan war, in Deutschland Unterrichtmaterial für die Masuku High School in Sambia herstellen zu lassen und etwas aus Sambia wieder zurückzubringen. Einiges verlief nach Plan und einiges wurde von der Stipendiatin erfolgreich improvisiert. Ein Erfahrungsbericht

Foto: Theresia Schreiber

Schüler in der Masuku High School

Da ich in einer Schule in Sambia arbeiten würde, lag es nahe, ein Projekt durchzuführen, das auch hier mit Schulen zu tun hat. Mein Plan war, in Deutschland Unterrichtmaterial für die Masuku High School in Sambia herstellen zu lassen und etwas aus Sambia wieder mit zurückzubringen.
Ich nahm Kontakt mit zwei Schulen auf, von denen sich eine bereiterklärte, mir zu helfen. In einer Projektwoche am Ende des Sommerhalbjahres erstellten drei Klassen unter Anleitung ihrer Englischlehrerinnen Material.

Informationsspiel "European Day"

Hauptsächlich entstanden Informationsspiele über Europa, eine Klasse erstellte Hefter mit Zusammenfassungen verschiedener Unterrichtsthemen wie einem bebilderten Gang durch die Kunst oder einer Mappe über Insekten für Biologie. Das alles geschah ohne meine Beteiligung, da ich zu der Zeit noch im Studium stand und nur Mailkontakt zu einer der betreuenden Lehrerinnen aufrechterhielt. Einige der Schüler und Lehrer überreichten mir dann das Material und erklärten, was es mit den einzelnen Teile auf sich habe. In Masuku benutzten wir die Materialien, um einen „European Day“ zu gestalten – einen Nachmittag, an dem es in zwei Räumen auslag und die Schüler es selbstständig ausprobieren konnten. Anschließend wurde es den Lehrern der jeweils passenden Fächer übergeben. Vor Ort etwas für Deutschland zu erstellen, gestaltete sich schwieriger, die Schüler waren nicht wirklich zu motivieren, viel Arbeit zu investieren.

Filmrundgang der Masuku High School

Schließlich filmte ich mit meiner Digitalkamera kurze Szenen und fragte die Schüler, die gerade vor Ort waren, ob sie moderieren würden. Dabei entstand ein Rundgang über das Schulgelände, in dem die verschiedenen Gebäude von Schülern anmoderiert und erklärt werden. Wieder in Deutschland schnitt ich die Szenen zu einem kurzen Film zusammen und zeigte diesen in der Schule, die mich mit Material unterstützt hatte. Außerdem pinnte ich Fotos und Kommentare vom „European Day“ an einen Aufsteller, sodass alle Schüler sehen konnten, was mit ihrem bzw. dem von ihren Mitschülern gestalteten Material unternommen worden war.
So bekamen Schüler aus Sambia und Deutschland einen Eindruck vom Leben der jeweils anderen.

Theresia Schreiber, GLEN-Teilnehmerin 2008, Sambia (März 2009)

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