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Im Rahmen der FAIR HANDELN - Deutschlands größter Messe für globale Nachhaltigkeit - fand am 1. April 2016 ein Fachgespräch zur Hochschulkooperation "Nachhaltigkeit verbindet" statt. © Staatsministerium Baden-Württemberg

Hochschulkooperation: „Nachhaltigkeit verbindet“

Pilotprojekt: ASA-Programm und Baden-Württemberg kooperieren

Das Staatsministerium Baden-Württemberg unterstützt aktuell die dreijährige Pilotmaßnahme "Nachhaltigkeit verbindet" des ASA-Programms mit baden-württembergischen Hochschulen mit einer Zuwendung von 25.000 Euro. Ziel der Hochschulkooperation ist es, das Engagement für globale Nachhaltigkeit in der Wissenschaft zu fördern. Dabei wird Studierenden über ein Stipendium ermöglicht, ihr entsprechendes wissenschaftliches Engagement durch persönliche und praktische Erfahrungen entwicklungspolitisch zu bereichern.

Im Rahmen von "Nachhaltigkeit verbindet" werden von 2015 bis 2017 gezielt ASA-Projekte in Kooperation mit wissenschaftlichen Einrichtungen in Baden-Württemberg entwickelt und durchgeführt. Im ASA-Zyklus 2016 werden so 7 Projekte mit insgesamt 14 Teilnehmenden an baden-württembergischen Universitäten und Hochschulen stattfinden.

Während einer dreimonatigen Nordphase in Deutschland sind die Teilnehmenden in ihrem jeweiligen Projekt eng in die Forschungstätigkeit der beteiligten Hochschulen eingebunden. Sie nehmen zusätzlich im Rahmen des ASApreneurs-Programms an drei mehrtägigen Seminaren teil. Anschließend führen sie ihr Forschungsprojekt in Zusammenarbeit mit Partnern vor Ort für drei Monate in einem Land des Globalen Südens weiter und schließen ihre Teilnahme nach ihrer Rückkehr nach Deutschland mit zwei Auswertungsseminaren und einer Aktivität Globalen Lernens (AGL) ab.

Nach der Programmteilnahme kommen die Studierenden als Change agents an die Hochschulen und Universitäten zurück, berichten in Präsentationen und Aktionen, halten Vorträge, schreiben Bachelor- und Masterarbeiten und bringen so ihre Erfahrungen und Impulse in Lehre und Forschung – sowie auch in die breite Öffentlichkeit.

Fachgespräch „Nachhaltigkeit verbindet“ in Stuttgart

Am Freitag, den 1. April 2016, fand im Rahmen der FAIR HANDELN - Deutschlands größter Messe für globale Nachhaltigkeit - ein Fachgespräch über die Hochschulkooperation des ASA-Programms statt. Rund 50 Gäste informierten sich über das Projekt und die Konditionen für die Teilnahme. Bereits teilnehmende Hochschulen tauschten sich über ihre Erfahrungen aus, und "best practices" aus dem aktuellen Programm vorgestellt. Die Veranstaltung bestand aus einer in das Thema einführende Podiumsrunde, einem „World Cafe“ mit Praxisbeispielen des ASA-Programms und zwei parallel stattfindenden Workshops.

Internationalisierung, Praxiserfahrung und gesellschaftliches Engagement

In der Podiumsrunde befassten sich die Teilnehmenden mit der Frage, wie Nachhaltigkeit noch stärker an Hochschulen verankert werden kann. Laut Dr. Christoph Grammer, im Staatsministerium Baden-Württemberg für Entwicklungspolitik zuständig, ist Baden-Württemberg auf dem richtigen Weg: Als einziges Land mit einer eigenen Hochschulpromotorin und vielfältigen Initiativen, um entwicklungsrelevante Aspekte noch stärker in die Internationalisierungsstrategien von Hochschulen aufzunehmen (neben „ASA-Nachhaltigkeit verbindet“ z.B. auch der CampusWELTbewerb und das Studienbegleitprogramm StuBe).

Die Leiterin des ASA-Programms Andrea Dorneich ging auf das Konzept des Globalen Lernens ein, das im ASA-Programm eine zentrale Rolle spielt. Die Seminare bereiten die Stipendiatinnen und Stipendiaten nicht nur auf ihren Einsatz vor: Sie sollen sie auch dabei unterstützen, sich langfristig und wirksam als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft in Deutschland für eine global gerechte und nachhaltige Entwicklung zu engagieren.

Die beiden aktuellen ASA-Stipendiaten Maximilian Kraft und Simon Kostelecky  berichteten aus ihrem Projekt in Gambia, wo sie über Möglichkeiten von alternativen Kühlsystemen zur Frischhaltung von Agrarprodukten forschten. Kooperationspartner in diesem ASApreneurs-Projekt sind die Universität Stuttgart und die Stiftung Sabab Lou. Beide Teilnehmer zeigten sich begeistert von den praktischen Erfahrungen, die sie vor Ort sammeln konnten. Im Vordergrund stand die Erkenntnis, dass Engagement eine zentrale Rolle spielt und dass man bei der Transformation zu einer nachhaltigen Gesellschaft auf sehr vielen Ebenen beitragen kann.

Weiterentwicklung von „ASA-Nachhaltigkeit verbindet“

Während das ASA-Programm interessierten Hochschulvertreter_innen und Studierenden vorgestellt wurde, diskutierten parallel in einem Werkstattgespräch Verteter_innen des Landes Baden-Württemberg mit Hochschul- und Wirtschaftspartnern des ASA-Programms über die Herausforderungen und weiterführende Perspektiven bei der ASA-Projektarbeit. ASA wurde als Programm, das Grundlagenforschung durch Praxiserfahrung sinnvoll ergänzt, von den Hochschulen sehr positiv bewertet. Gewünscht wurden von den Partnern ein langfristigerer Planungshorizont und eine strukturiertere Betreuung der Stipendiat_innen vor Ort. Die Teilnehmenden des Fachgesprächs sprachen sich übereinstimmend für eine Weiterführung und für eine langfristige Perspektive dieser Pilotmaßnahme aus.

Die Ergebnisse des Werkstattgesprächs flossen über das Staatsministerium des Landes Baden-Württembergs in die Entwicklungspolitische Landeskonferenz am 2. April 2016 in Stuttgart ein.

Teilnahme an der Hochschulkooperation

Sie engagieren sich für globale Nachhaltigkeit an Hochschulen und suchen Gleichgesinnte? Die Kooperation von ASA-Programm und Baden-Württemberg bietet eine gute Gelegenheit zu Austausch, Vernetzung und Kooperation mit Hochschuleinrichtungen und Studierenden.

Mehr zu den Möglichkeiten, Projekte für die Hochschulkooperation vorzuschlagen, finden Sie ab Frühjahr 2016 wieder hier.

Kontakt und Informationen

Für Fragen und Ideen zur Projektentwicklung wenden Sie sich bitte an Jeanne Lätt:
Projektleiterin im ASA-Programm
Jeanne.laett@engagement-global.de
Tel. 030 / 25482 234

Die Informationen zur Hochschulkooperation gibt es hier auch als PDF zum Download

Mehr über ASApreneurs erfahren

Unser Partner: Baden-Württemberg

 

Das Staatsministerium Baden-Württemberg unterstützt die dreijährige Pilotmaßnahme des ASA-Programms. Die Kooperation besteht seit 2015.

Bis 2017 wird die Pilotmaßnahme evaluiert und geprüft, ob sich durch die erreichten Wirkungen eine deutschlandweite Ausdehnung der Hochschulkooperationen empfiehlt.

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