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Ergebnisse der ASA-Evaluierung liegen vor

Anlässlich seines 50jährigen Jubiläums wurde die Arbeit des ASA-Programms im Hinblick auf seine Ansprüche und Ziele untersucht. Das Zentrum für Evaluation und Methoden (ZEM) der Universität Bonn hat das ASA-Programm in Bezug auf die Evaluierungskriterien des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) analysiert und seine Entwicklung und Gestaltung in den 50 Jahren seines Bestehens erfasst. Die Evaluierung umfasste eine Online-Befragung (inklusive Verbleibstudie und Netzwerkanalyse), mehrere Fallstudien, eine Gruppendiskussion, eine SWOT-Analyse sowie die Auswertung von zusätzlichem Datenmaterial. Im Folgenden sind die wichtigsten Punkte der Evaluierung kurz angerissen. Die siebenseitige offizielle Zusammenfassung aller Ergebnisse finden Sie hier zum Download:

Erfolgsfaktor Partizipation

Als eine wichtige Änderung des ASA-Programms in den letzten 50 Jahren wird der Paradigmenwechsel weg von der Ausbildung von Nachwuchskräften für die Entwicklungszusammenarbeit hin zur entwicklungspolitischen Bildung und zur Multiplikatorentätigkeit in Deutschland und Europa beschrieben. Trotz dieser strukturellen Neuausrichtung sind die wesentlichen Aspekte des ASA-Programms erhalten geblieben. Selbstverantwortung und Partizipation der Teilnehmenden spielen seit 1960 bis heute eine ganz wesentliche Rolle beim ASA-Programm. Die umfassenden Partizipationsmöglichkeiten der ASAt_innen werden demnach auch als einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren des ASA-Programms angesehen. Die Studie stellt dabei fest, dass die Partizipation im ASA-Programm auf vielen Ebenen stattfindet und täglich gelebt und umgesetzt wird. Das ASA-Netzwerk ermöglicht den Alumni vielfältige Möglichkeiten, das Programm mit zu gestalten, eigene Ideen einzubringen, sich ehrenamtlich zu engagieren sowie Kompetenzen für die entwicklungspolitische Bildungsarbeit zu erwerben und auszubauen.

Partizipation und Netzwerk sind wichtige Erfolgsfaktoren des ASA-Programms (Foto: Barbara Dietl)

Partizipation und Netzwerk sind wichtige Erfolgsfaktoren des ASA-Programms (Foto: Barbara Dietl)

Als weitere Erfolgsfaktoren werden u.a. die hohe Identifikation der Teilnehmenden mit dem ASA-Programm und der dreigliedrige Lernzyklus aus Vor- und Nachbereitung und Auslandsaufenthalt genannt. Laut Studie ist es die Kombination von Lernzyklus und der ASA-Netzwerk, die das ASA-Programm einzigartig macht. Mit anderen Programmen der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit, wie z.B. ENSA und weltwärts, sei das ASA-Programm gut abgestimmt. Ebenso sei es eng mit der Szene der Entwicklungspolitik und den entsprechenden Organisationen vernetzt, so die Studie weiter.

ASA stärkt globale nachhaltige Entwicklung in Deutschland und Europa

Die Ergebnisse der Studie zum beruflichen und persönlichen Engagement der Teilnehmenden zeigen, dass das ASA-Programm ein langfristiges und wirksames Engagement als Multiplikator_in für eine globale nachhaltige Entwicklung in Deutschland und auch in Europa stärkt. So geben zwei Drittel der in der Onlinebefragung antwortenden ASAt_innen an, sich beruflich für Nachhaltigkeitsprojekte zu engagieren und entwicklungspolitische Themen in ihre Arbeit einzubringen. Auch tragen die Aktionen Globalen Lernens und die damit verbundene Öffentlichkeitsarbeit dazu bei, breitere Gesellschaftsschichten mit den Themen entwicklungspolitischer Bildung zu konfrontieren. In diesem Zusammenhang wird auch nochmals explizit das ASA-Netzwerk erwähnt, das eine langfristige Wirkung für nachhaltige globale Entwicklung habe und als Multiplikator und Türöffner für die Einbindung von Alumni diene.

Handlungsempfehlungen für die Zukunft

Insgesamt zieht die Studie von ZEM ein positives Bild im Hinblick auf die Erfüllung der Evaluierungskriterien des BMZ durch das ASA-Programm. Als Handlungsempfehlungen für die Zukunft rät die Studie neben einer Konsolidierung der verschiedenen Teilprogramme beispielsweise die verstärkte Akquise von Projekten aus eher männerdominierten Themenbereichen, wie z.B. Wirtschaft, Ingenieurwesen und Naturwissenschaften, um den Männeranteil (derzeit bei 30 Prozent) zu erhöhen. Um die Qualität des Programms nachhaltig zu sichern sei eine Professionalisierung und Zertifizierung der durch das Engagement im ASA-Programm erworbenen Kompetenzen sinnvoll ebenso wie die stärkere Strukturierung der Einbindung von ehrenamtlichem Engagement. Dafür wiederum sei notwendig, die personelle Ausstattung des Programms zu erhöhen. Für das Funktionieren des ASA-Programms ist wichtig, die Unabhängigkeit des Programms, seine Flexibilität und die Fähigkeit zur Eigendynamik zu erhalten. Die Stärkung der besonderen Kompetenzen von ASA in der pädagogischen Begleitung junger Menschen für kurze Aufenthalte in Entwicklungs- und Transformationsländern könnte - wie bereits bei ENSA und ASAweltwärts - zu mehr Synergien mit anderen Vorbereitungsorganisationen führen. Nicht zuletzt sollte die Besetzung von Programmbeirat und -kommission erhalten bleiben, um die Einbindung von ASA in InWEnt und in das Umfeld der entwicklungspolitischen Bildung sowie der Entwicklungszusammenarbeit gleichermaßen zu gewährleisten.

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